Jeder Personaler wird Ihnen davon abraten, ein Zeugnis ohne sachkundige Hilfe selbst zu verfassen. Die Fehlermöglichkeiten sind unbegrenzt und ein Eigenentwurf schnell als solcher erkennbar.
So fehlt u.a. eine detaillierte Aufgabenbeschreibung. Wertungen wie "Aufgrund seines umfangreichen Wissens" gehören in den Leistungsteil. Mehrdeutig sind Aussagen wie z.B. "Kundenprojekte, mit denen er sich voll identifizierte und die er sorgfältig durchführte..." (=aber bei den anderen Aufgaben fehlte diese Sorgfalt). Wichtige Leistungsaspekte bleiben gänzlich unerwähnt, z.B. die Fähigkeiten und der Erfolg, was als "beredtes Schweigen" gedeutet werden kann. Die Aussage „wir bedanken uns“ (statt „wird danken ihm“) wird in der Zeugnissprache generell eher abwertend verstanden. Diese Formulierung ist reflexiv („sich bedanken“) und beschreibt keine Interaktion. Anders verhält es sich bei der Aussage „wir danken ihm“, in der dem Gegenüber aktiv Dank entgegengebracht wird. Bedauert wird das Ausscheiden "aus Fotbildungsgründen" vom Arbeitgeber offentichtlich nicht. Sehr unvorteilhaft ist es auch, die Kollegen aus der zusammenfassenden Verhaltensaussage "Sein Verhalten gegenüber ... war jederzeit einwandfrei" auszuschließen.
Bitte beachten Sie: Dies ist keine vollständige Zeugnisanalyse, sondern nur ein Kommentar zu beispielhaften Auffälligkeiten. Wenn Sie das Zeugnis von Experten aufwerten lassen möchten, um beim Arbeitgeber direkt diese unterschriftsreife, verbesserte Zeugnisfassung als Formulierungsvorschlag einzureichen, finden Sie hier schnelle und günstige Hilfe:
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